Ausgangslage

Seit 1993 betreibt die AWO München gemeinnützige Betriebs-GmbH im Auftrag des Sozialreferates (SOZ) / Stadtjugendamt die Freizeitstätte für Jugendliche „AWO's Fredl“. Die offene Jugendeinrichtung in der Bodenseestraße 186/188 befindet sich in einer provisorisch errichteten Containeranlage. Diese soll nun durch einen Festbau ersetzt werden. Die Freizeitstätte ist mit jährlich 12.000 Besucher*innen stark frequentiert. Durch die steigende Anzahl an Einwohner*innen im Sanierungsgebiet ist auch mit einer steigenden Besucherzahl zu rechnen.

Ziele

Die geplante Jugendfreizeitstätte hat durch ihre besondere städtebauliche Lage an der Bodenseestraße eine wichtige Entréefunktion in die Parkmeile Neuaubing. Aus städtebaulicher Sicht soll ein fließender Übergang von der Einrichtung in die öffentliche Grünanlage entstehen. Das Gesamtprojekt soll mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt werden. Eine Voraussetzung für den Einsatz der Fördermittel ist, dass mit dem Festbau ein gesamtheitliches vorbildliches Neubauprojekt mit innovativem Energiekonzept entwickelt und umgesetzt wird.

Umsetzung

Der Neubau der Jugendfreizeitstätte AWO’s Fredl“ sieht ein zweigeschossiges, L-förmiges Gebäude mit großzügigen Aufenthaltsflächen innen und außen, einem begehbaren Dach und ein vorbildhaftes Energiekonzept mit PV-Anlage und Grundwasser-Wärmepumpe vor. Den Eingangsbereich schmückt das Kunstwerk „Reflexe“ von Valerie Kiock und Zeno Dietrich. Im Gebäude gibt es neben den Verwaltungsräumen Platz für ein Jugendcafé, einen Mehrzweckraum, Hausaufgabenbetreuung, Bandübungsraum, Kickerraum und einen Mädchenraum. Der Zutritt zur Jugendfreizeitstätte erfolgt von einer öffentlichen Promenade, die sich in die Parkmeile Grünzug L weiterzieht.
Der Neubau verfügt außerdem über einen privaten Hof, mit lärmgeschützten, großzügigen Aufenthaltsbereichen. An das Gebäude grenzt ein öffentlicher Bereich mit Spiel-, Bewegungs- und Begegnungsräumen, welche in die künftige Parkmeile im Grünzug L fließend übergeht. Für eine bedarfsgerechte Gestaltung wurde 2019 gemeinsam mit Jugendlichen vier Beteiligungsworkshops durchgeführt. Die Fertigstellung der Jugendfreizeitstätte ist bis zum Frühjahr 2024 geplant.